20. November 2010

TeleZüri: Von allen guten Geistern verlassen

Ursprünglich sollte dieser Blogeintrag nur der angekündigte zweite Teil zu Pascal Voggenhuber sein, in welchem ich die Ergebnisse meiner bescheidenen Recherche kurz zusammenfasse. Das mache ich im Nachfolgenden auch, in der Zwischenzeit war auf TalkTäglich aber ein weiteres «Medium» zu Gast: Am 10. November sass Kim-Anne Jannes, Teilzeitangestellte des deutschen Fernsehsenders RTL, dem Moderator Markus Gilli gegenüber.
Gegenüber den Ausführungen Jannes' war der Auftritt Pascal Voggenhubers, trotz Geschichten um angebliche Mitarbeit mit der Polizei, geradezu zahm. Die Sendung ist online in voller Länge abrufbar.

Dieser Blogeintrag besteht aus zwei Teilen:
  1. Pascal Voggenhuber, Medium (Teil 2)
  2. Kim-Anne Jannes, Medium

Pascal Voggenhuber, Medium (Teil 2)
Im ersten Blogeintrag zu Pascal Voggenhuber habe ich seinen Anspruch, mit Toten Kontakt aufnehmen zu können, kritisiert und seinen Sinn fürs Geschäft dargestellt. Als heikel habe ich die Ausführungen Voggenhubers zu seiner angeblichen Mitarbeit mit «der Polizei» dargestellt: Mein ursprünglicher Reflex bei war Empörung darüber, dass es in dem Rechtsstaat Schweiz Polizeibehörden gibt, welche den Rat von «Medien» wie Voggenhuber suchen. Damit werden wesentliche Prinzipien aufgeklärter Strafverfahren ad absurdum geführt: Strafverfahren sollen empirische Sachverhalte klären; es ist unzulässig, sich dabei auf unwiederlegbare Aussagen zu stützen. Voggenhuber kann behaupten, die Geister hätten A gesagt, jemand anderes kann behaupten, die Geister hätten B gesagt, und beide Behauptungen sind irrelevant.
Wie im ersten Blogeintrag beschrieben, habe ich den skeptischen Weg gewählt: Was lässt sich über diese angebliche Zusammenarbeit Voggenhubers mit «der Polizei» wirklich sagen? Fand selbige überhaupt statt?

An dieser Stelle möchte ich festhalten, dass ich diese Frage nicht abschliessend habe klären können. Es deutet aber, wie ich aufzeigen möchte, Einiges darauf, dass diese Kooperation Voggenhubers mit der Polizei zumindest in der Schweiz nicht stattfand und gegenwärtig nicht stattfindet.

Zunächst habe ich mich an Voggenhuber selber gewendet. Konkret nahm ich schriftlich mit Voggenhubers «SoHam Center» Kontakt auf. Mit wem ich Emails austauschte, weiss ich bis heute nicht: Die Person gab sich stets als «SoHam Team» zu kennen, nicht mit richtigem Namen. Ich habe zu verstehen gegeben, wer ich bin und warum ich meine Anfrage an das «SoHam Team» richte.
Das «SoHam Team» war nicht bereit, Informationen über die betroffene(n) Kantonspolizei(en), mit welcher bzw. welchen diese Zusammenarbeit zustande gekommen sein soll, preiszugeben. Der Grund:
Bitte haben Sie Verständnis das wir nicht einfach so Informationen rausgeben dürfen. Da es sich bei den meisten Fällen um laufende Verfahren handelt. [sic]
Nach meiner Antwort, in welcher in zu erklären versuchte, dass ich nicht Informationen über in die angeblichen Verfahren involvierte Personen suche, sondern bloss die Angabe einer Kantonspolizei, mit welcher diese angebliche Zusammenarbeit stattfand, wünsche, kam u.a. folgende Replik:
Für uns ist die Zusammenarbeit viel zu wichtig als das wir sie zerstören lassen durch negativ Blogs. Sicher verstehen Sie das wir so keine Adressen rausgeben. [sic]
Auf meine dritte Email, in welcher ich ein weiteres Mal klären wollte, um was genau ich bitte, wurde nicht geantwortet.
Ich halte also fest: Pascal Voggenhuber gibt keinerlei Auskunft zu seiner angebliche Mitarbeit mit Polizeibehörden in der Schweiz.

Mein nächster Schritt war, alle Korps der schweizer Kantonspolizeien schriftlich anzufragen, ob eine derartige Mitarbeit, wie Voggenhuber sie behauptet, in Vergangenheit stattfand oder gegenwärtig stattfindet. Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Blogeintrags erhielt ich 17 Antworten (16 Mal schriftlich, 1 Mal telefonisch), 15 davon aus deutsch-, 2 aus französischsprachigen Kantonen.
Das Ergebnis: In keinem dieser Kantone geht die Polizei aktiv auf «Medien» zu, eine derartige Zusammenarbeit mit Voggenhuber fand nicht und findet nicht statt. Auf zwei indirekte Arten kann es aber sein, dass Voggenhuber der Polizei «hilft»:
  • Betroffene Zivilpersonen wenden sich an Voggenhuber.
  • Voggenhuber reicht selbstständig und unaufgefordert Hinweise ein - diesen würde, wie allen Hinweisen aus der Bevölkerung, kritisch nachgegangen.
Mit dieser kleinen Recherche ist nicht ausgeschlossen, dass es einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Kantonspolizeien geben kann, welche der Meinung sind, Voggenhuber besitze tatsächlich übersinnliche Fähigkeiten. Für die Darstellung Voggenhubers, er werde aktiv von der Polizei aufgeboten, um mitzuhelfen, spricht allerdings nichts.
Ebenso gibt es keinerlei Gründe, die Aussage Johannes B. Kerners in der Sendung «Kerner» aus dem Jahr 2009, welche dieses Thema aufgreift, als wahr anzusehen: Kerner erwähnt, die Sendungsmacher hätten bei der «schweizer Polizei» nachgefragt und in Erfahrung gebracht, dass es «punktuell Zusammenarbeiten» gibt (Minute 16).

Kim-Anne Jannes, Medium
Die Einleitung zu Beginn der Sendung gibt, wie gewohnt bei TeleZüri, die unkritische Richtung vor: «Sie redet mit Verstorbenen, sie hat enge Beziehungen zum Jenseits».

Uwe Barschel, das Medium, die Medien
Das erste Thema, welches Gilli anspricht, sind negative Kommentare zu der Ende Oktober (pünktlich zu Halloween) ausgestrahlten Sendung «Das Medium», in welcher Jannes behauptet, mit dem 1987 in Genf durch Freitod verstorbenen Politiker Uwe Barschel Kontakt aufgenommen zu haben. Das wenig überraschende Ergebnis dieser Sendung: Barschel wurde ermordet, eine Verschwörung ist in Gange.

Ob sie solche Kritik treffe, möchte der Moderator Gilli von Jannes wissen - «Nö». Sie habe das «absolut erwartet», weil sie weiss, wie «die Leute funktionieren», wie «zumindest die Medien funktionieren». Man müsse den Unterschied machen; da seien «ein Mal der Zusachauer, die Menschen» und «ein Mal der Journalismus», das seien «wirklich zwei Welten».

Was bedeutet diese Blitzanalyse der Medien durch Jannes? Zunächst wenig: Sie behauptet nur, dass zwischen (professionellem) Journalismus und Publikum ein Unterschied besteht, was auch kaum jemand bestreiten dürfte: Journalistinnen und Journalisten stellen publizistische Inhalte her, das Publikum rezipiert diese (die gegenwärtigen Möglichkeiten der Online-Kommunikation relativieren diese strikte Einweg-Kommunikation zwar ein wenig, wofür vielleicht auch der «skeptiker-blog» als Laien-Schreiberei ein Beispiel ist, die Teilung in professionelle HerstellerInnen und Publikum dürfte vorläufig aber noch bestehen bleiben).
Was Jannes aber implizit sagt: Die Zuschauerinnen und Zuschauer wissen schon, dass ihre angebliche Kontaktaufnahme mit Uwe Barschel und sonstigen Toten wirklich stattfindet, die elitären Medien aber rümpfen die Nase und wollen das nicht akzeptieren. Dieses «straw man»-Argument sagt zwar nichts darüber aus, ob die Kritik an Jannes gerechtfertigt ist oder nicht, ein anderer Aspekt ist aber interessanter: Es sind gerade etablierte Medienorganisationen (RTL oder eben TeleZüri), welche Jannes unkritisch Zugang zur Öffentlichkeit gewähren.
Dieses kurze Argument Jannes’ ähnelt einer gängigen Strategie populistischer Politik: Ein Antagonismus zwischen «dem Volk», welches versteht, wie die Dinge wirklich stehen, und der Elite, welche sich gegen «das Volk» verschwört, wird inszeniert. Dabei sind jene Akteure, welche den Anspruch haben, «das Volk» zu vertreten, in der Regel selber Mitglieder jener Elite, welche sie als Wurzel allen Übels darstellen.

Zusammengefasst: Jannes kritisiert das Mediensystem, auf dessen Klaviatur sie selber bestens spielt.

Eine Einführung in Übersinnliches
Der Grossteil der Sendung besteht aus leidlich logischen Versuchen Jannes’, zu erklären, warum und wie ihre angeblichen übersinnlichen Fähigkeiten wirken.

In Minute 6 spricht Jannes an, was ähnlich schon Pascal Voggenhuber erklärt: Jeder Mensch verfüge grundsätzlich über übersinnliche Fähigkeiten, es ist nur ein bestimmtes Mass an Training nötig. Wie erwartet verkauft auch Jannes Produkte, mit welchen diese angeblichen Fähigkeiten geübt werden können (Quelle):
In Minuten 7 und 8 erklärt Jannes, dass ihre Hunde auch über übersinnliche Fähigkeiten verfügen. Leider führt Jannes nur die Fähigkeiten eines der Hunde aus: Er sehe «verstorbene Kinder». Genauer erklärt:
«Es kommen Leute zu mir, die kenne ich nicht, ich weiss auch nicht warum die kommen, welchen Kontakt die wollen. Dann steht der Hund auf, läuft zu denen, und begrüsst sie auf eine ganz spezielle Art und Weise. Dann weiss ich, die haben ein Kind in der geistigen Welt. Und irgendwann hab ich das Mal entdeckt, weil ich dachte, Mensch, wo ist da der Unterschied? Dann hab ich ihn Mal in so einem grossen Vortrag durch den Raum geschickt und habe gefragt, ob ich ein Experiment machen dürfte, das hab ich wiederholt, und er ist zielstrebig nur zu den Leuten gegangen, die wirklich Kinder verloren haben. Und nachher ist er  bei einer Frau gar nicht mehr weggegangen und die hat vier Kinder verloren.»
Es gibt zahlreiche diesseitige mögliche Erklärungen für das angebliche Verhalten des Hundes Jannes’ (beispielsweise zeichnen sich die Eltern verstorbener Kinder vielleicht stressbedingt geruchlich aus), wichtiger sind aber grundsätzlichere Überlegungen. Zum einen gilt, dass anekdotische Evidenz aus eigener Erfahrung kaum aussagekräftig ist. Zum anderen: Angenommen, Jannes könne tatsächlich mit Toten kommunizieren. Dann müsste doch offensichtlich sein, dass Jannes selber möglicherweise das angebliche spezifische Verhalten des Hundes auslöst; egal ob, bewusst oder unbewusst (z.B. durch «ideomotorische» Vorgänge).
Jannes’ Anekdote mit den «Experimenten» während Vorträgen ist eine gute Erklärung für die Notwendigkeit von Doppelblindverfahren: Jannes hat diese «Experimente» selber durchgeführt; die Gefahr der Beeinflussung ist gegeben. Zudem ist fraglich, ob die Erfolgsquote des angelich übersinnlich begabten Hundes, wie Jannes beschreibt, bei 100% liegt. Ich vermute, dass Jannes eher unter einer Alltagsform des «confirmation bias» leidet (aussergewöhnliche Alltagserfahrungen werden als kausal bedingtes Muster interpretiert; dem widersprechende Information wird ignoriert).

In Minute 10 führt Jannes das «one of us»-Argument fort: Gewisse Leute, so Gilli, sagten, Jannes sei eine Hexe. «Ich empfind mich nicht so. Ich bin ein ganz normaler Mensch, ich liebe Formel 1 [...]». Ob jemand, der Formel 1 liebt, ein «normaler» Mensch ist, sei dahingestellt (Update 24.11.: Ja, das soll ein Scherz sein).
Jannes jedenfalls erklärt sich weiter, um sich von scheinbar unseriöseren Verteterinnen und Vertretern ihrer Zunft zu distanzieren: «Ich kann mit diesem ganzen Esoterik-Kram und diesen Hui Buh und so Zeugs nichts anfangen». «Rein theoretisch gehör ich da sicherlich irgendwie rein, aber ich selber empfind mich da als absolut falsch. Aber eben, ich empfind mich selbst auch nicht als was Besonderes, Aussergewöhnliches».
Jannes behauptet, mit Toten sprechen zu können und meint, ihre Hunde könnten Ähnliches vollbringen. Mit Esoterik-Kram und Hui Buh-Zeugs hat das aber, verständlicherweise, nichts zu tun - sie ist schliesslich ganz normal.

In Minute 12 ist Jannes’ tote Mutter, welche als Geist noch da sein soll, Thema. Wie ihre Mutter denn da sei, möchte Gilli wissen. «Das ist ein bisschen, wie wenn Sie an der Kasse stehen und hinten rückt Ihnen einer relativ nah auf die Pelle und Sie drehen sich gar nicht um, aber Sie spüren, da steht einer.»
Das «An der Kasse stehen und die Person hinter sich spüren»-Argument - scheinbar unter medial gesegneten nicht unbeliebt

Weiter in Minute 12 fragt Gilli, wie wir uns das «Jenseits» vorstellen müssten. «Also eigentlich ein neutraler Zustand, also es ist angenehm; es gibt eigentlich nicht mehr wirklich so ein Ego, ja, keinen Körper mehr, aber ansonsten habe wir alles noch, was wir jetzt hier auch haben. Gefüle, Erinnerungen, all so was.».
Gilli: «Also es ist nicht fertig mit dem Tod, das sagen Sie ganz klar.».
Jannes: «Ja gut, sonst würd ich mir das ja alles ausdenken». Und lacht, weil dieser Gedanke so abwegig ist.

Jannes führt uns tiefer die die Geheimnisse des Jenseitigen: «Der Unterschied zwischen einem Menschen und einem Verstorbenen ist eigentlich nur, dass der Mensch noch einen materiellen Kern hat und das Ego in der Verbindung, das Ich-Bewusstsein, und das hat einfach die Seele nicht mehr.».
«Die geistige Welt ist so ein bisschen, ja ich sag mal durchsitiger, vielleicht kann man sich das so vorstellen, aber es ist einfach ein neutraler Zustand. Aber auch ne Form von Materie, aber ist für uns natürlich nicht messbar». Eine Form von Materie, welche «natürlich» nicht messbar ist - wäre ja auch zu einfach.

Der Höhepunkt der Ausführungen Jannes’ zur Geisterwelt ist in Minute 17: Gilli möchte wissen, wie es mit Zeichen von Verstorbenen aussieht, z.B. der Manipulation elektrischer Geräte. Solche Dinge könnten vorkommen, und zwar weil: «Das hat einfach damit zu tun, dass die Schwingung von der Seele ist ja ähnlich wie die elektrische Frequenz und die legt sich dann quasi wie oben drüber und kann das wie irritieren».
Und: «Das ist also ein ganz normales physikalisches Phänomen, das ist gar nicht so was Besonderes».
Ich gebe zu, hier fing ich an zu lachen. Die Frage, ob dieses «normale physikalische Phänomen» in irgendeiner Art messbar ist, erübrigt sich, da Jannes vorher erklärte, die «geistige Welt» sei eine Form von Materie, aber «natürlich» nicht messbar.

Die Schlusserklärung ist köstlich:
«Wenn jemand das Gefühl hat, es ist ein Verstorbener im Raum, das merkt man am Körper und der Körper kann nicht lügen, das ist ganz wichtig, dann sollte man auch sagen, ja, das ist so, anstatt, das hab ich mir eingebildet. Kann man sich nicht einbilden, weil der Körper nicht lügen kann.».

Jannes bringt das unaufgeklärte Weltverständnis auf den Punkt: Der eigene Körper kann nicht lügen. Eigene Erfahrungen sind immer «wahr» - darum muss es Götter, Geister und verborgene Energien geben. Darum haben andere immer Unrecht, darum weiss ich es besser - es ist einfach so.

Ein Hauch von Kritik: Die Frage nach dem Geld
Zu keinem Zeitpunkt hinterfragt Gilli den Anspruch Jannes’, tatsächlich einen Draht zur «geistigen Welt» zu haben, nie spricht er Jannes auf ihre ungültigen Argumente an. Gilli greift aber das Portemonnaie an: In Minute 15 sagt er, das Ganze sei für Jannes auch ein «riesen Business». Sie nennt keine Zahlen, aber Jannes sagt, sie würde verhältnismässig wenig verdienen. Hier wiederhole ich mein Argument, dass der Preis bei Scharlatenen wie Jannes kein Problem ist, sondern das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Eine problematische Aussage Jannes’ ist folgende: «Ich bin wesentlich günstiger als so mancher Psychologe und ähm..., oder Anwalt oder sonst was».
Allen Ernstes vergleicht Jannes ihre «Qualifikationen» mit in der wissenschaftlichen Disziplin der Psychologie Geschulten. Welche Funktionen einer Anwältin oder eines Anwaltes Jannes ersetzen können soll, ist mir völlig schleierhaft.

Fazit: Das Problem sind nicht Medien, sondern Medien
Pascal Voggenhuber und Kim-Anne Jannes sind nicht bloss Scharlatane, verkaufen nicht einfach «snake oil», glauben nicht einfach an Pseudowissenschaft. Ein scheinbar grosser Teil ihrer Klientel sind Menschen, welche, emotional aufgewühlt, Hilfe suchen. Es ist möglich, dass mein Vorwurf der Scharlatanerie, welcher wissentlich unlauteres Verhalten meint, unangebracht ist. Vielleicht sind beide überzeugt, übersinnliche Fähigkeiten zu verfügen und vielleicht wollen sie in der Tat anderen Menschen helfen - für solche Dienstleistungen Geld zu erhalten, ist an sich nicht anrüchig oder gar illegal.

Das eigentliche Problem ist, dass absolut nichts die Annahme, Voggenhuber und Jannes würden in Tat und Wahrheit über ihre angepriesenen Fähigkeiten verfügen, stützt. TeleZüri versagt, weil der Sender der eigenen Verantwortung als verhältnismässig gewichtige mediale Stimme nicht gerecht wird.

Medienphänomene wie Pascal Voggenhuber und Kim-Anne Jannes sind Symptome boulevardisierter Mediensysteme: Emotion und Spektakel haben vorrang vor kritischem Hinterfragen, und Journalismus verkommt so zu blosser Inszenierung.



14 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Es gab auch eine Zeit, in der viele Menschen noch nicht glauben wollten/konnten, dass die Erde keine Scheibe ist... :)
Kim-Anne Jannes und Pascal Voggenhuber, gehen nicht auf die Menschen zu und drängen ihre Dienste auf, sondern sie werden förmlich überrannt und können gar nicht alles Aufräge und Bitten aufnehmen, da es einfach zu viel ist -Das ist immer ein gutes Zeichen für gute Arbeit!vg

Marko Kovic hat gesagt…

Ja, früher glaubten einige Menschen, die Erde sei flach. Bis sich andere Menschen aufmachten, wissenschaftlich zu überprüfen, ob diese Aussage stimmt - schon etwa die alten Griechen konnten rational feststellen, dass die Erde rund sein muss.

Jannes und Voggenhuber gehören eben gerade nicht zu Menschen, welche ihre Annahmen rational prüfen wollen: Sie behaupten einfach Dinge, ohne sie zu beweisen. Genau, wie früher Menschen glaubten, die Erde sei flach, glauben heute Menschen, man könne mit den Toten sprechen - empirisch gestützt, also dokumentiert, ist beides nicht, es handelt sich lediglich um irrationalen Glauben.

Was Sie als "gute Arbeit" ansehen, weiss ich nicht. Tatsache ist, dass Scharlatane oft recht gut verdienen - aus ihrer Sicht ist das sicher "gute Arbeit", oder, besser gesagt, ein gutes Geschäft.

Mit freundlichen Grüssen

Anonym hat gesagt…

Guten Tag
Ich habe Ihren Bericht über Pascal Voggenhuber und Kim-Anne Jannes gelesen und bin erstaunt, über Ihre Feindseligkeit! Vielleicht hätten Sie besser anstatt blind zu urteilen den Weg auf sich nehmen und vor Ihrem Bericht ein Medium aufsuchen sollen! Im SoHam Center arbeiten alles seriöse und sehr gut ausgebildete Personen mit grossem Wissen und langer Ausbildungszeit! Mein Mann und ich sind auch Kunden vom SoHam und wir haben viele positive Erlebnisse erfahren dürfen, Dinge die unser Medium nicht wissen konnte. Ich finde es traurig, dass Menschen wie Sie über andere Personen die er nicht mal persönlich kennt solche Gerüchte verbreitet!!!

Sie schreiben: Jannes und Voggenhuber gehören eben gerade nicht zu Menschen, welche ihre Annahmen rational prüfen wollen: Sie behaupten einfach Dinge, ohne sie zu beweisen."

In diesem Fall müssen Sie ja zweifellos beweisen können, dass es KEIN Leben nach dem Tod gibt...herzlichen Glückwunsch, dann werden Sie ja bald eine Berühmtheit.

Marko Kovic hat gesagt…

Vielleicht hätten Sie besser anstatt blind zu urteilen den Weg auf sich nehmen und vor Ihrem Bericht ein Medium aufsuchen sollen! Im SoHam Center arbeiten alles seriöse und sehr gut ausgebildete Personen mit grossem Wissen und langer Ausbildungszeit!

Mit dieser Organisation hatte ich Kontakt aufgenommen, mit dem Anliegen, mit Voggenhuber zu sprechen. Nach ein paar Emails erhielt ich keine Antworten mehr.

In diesem Fall müssen Sie ja zweifellos beweisen können, dass es KEIN Leben nach dem Tod gibt...herzlichen Glückwunsch, dann werden Sie ja bald eine Berühmtheit.

Nein, das muss ich nicht. Wenn jemand behauptet, es gebe ein Leben nach dem Tod, muss diese Person auch Beweise explizit für diese Hypothese vorlegen. Es ist logisch nicht tragbar, zu fordern, dass eine Behauptung solange wahr sein soll, bis jemand das Gegenteil beweist. Ansonsten kann ich Sie beschuldigen, mein Auto gestohlen zu haben, ohne dass ich Beweise liefere - solange Sie keine Gegenbeweise liefern, bleiben Sie schuldig. Das ist offensichtlich irrational.

Conny_borter hat gesagt…

du liebe güte!!ich will sie ja nicht angreifen,aber was sie denn für eine traurige gestalt!?selbstverständlich soll & darf jeder glauben was er will aber sie scheinen mir geradezu den glauben an alles verloren zu haben oder hat sie jemals einen?wissen sie ich arbeite selbst als medium & ich kenne jannes nicht persönlich weiss jedoch was sie meint.ich muss mich auch nicht in rosarote tücher hüllen herrgottssandalen tragen & den ganzen tag "gott ist liebe" singen!ich bin eine 34 jährige frau,bin tattowiert,verheiratet & stellen sie sich vor:ich habe sogar sex mit meinem mann!!!: )
ich habe noch nie werbung für meine arbeit gemacht,habe nicht einmal eine hp!bei den sitzungen sind meine augen geschlossen & wenn ich einen auftrag für ein seelenbild erhalte (neun da sind nicht nur engelchen zu sehn)

Conny_borter hat gesagt…

rufen die menschen mich an & ich verlange lediglich den vornamen,hänge dann auf & beginne zu malen.so viel zum thema cold reading,kann mir bitte mal jemand erklären wie das geht??wie soll ich das bitte anstellen wenn ich jemanden nicht mal sehe??
was das geld & die qualifikationen betrifft:listig dass immer von scharlatanerie gesprochen wird!oder davon dass man für so ne "gottesgabe" kein geld verlangen soll.tja madonna hat auch ne gutes gabe gekriegt,das singen & verdient damit milionen.sie werden überrascht sein doch das geld interessiert mich persönlich am wenigsten.ich verlange einen fairen preis für meine zeit (beim malen material) & energie,wir alle leben von was.ein drittel der einnahme geht jeweils an misshandelte tiere.
abgesehen davon ich habe in den paar jährchen in denen ich nun hier bin schon einiges an tod krankheit & schmerzen erlebt & die ach so alte schuleherren der klassischen psychologie haben tatkrâftig dabei zugetragen meinen jungen körper mit medikamenten abzufüllen von denen ich regelrecht high war...und das nennt man qualifiziert?aha.deshalb erhalten heutzutage

Conny_borter hat gesagt…

auch so viele kinder ritalin!jep.super!tut ja allen kindern wahnsinnig gut...bleibt nur noch zu sagen dass qualifikationen noch lange nicht über seriösität &herzblut für den job berichten,aber ich denke so sehen sie das bestimmt nicht.und soll ich ihnen auch sagen wieso?weil menschen wie sie angst davor haben die kontrolle zu verlieren über das was ist!das man in wahrheit jedoch gar nichts kontrollieren kann ist eine tatsache.oder bitte geben sie mir doch bescheid wenn sie mit ihrem eigenen tod einen deal gefunden haben ihm die kontrolle über ihr ableben abzunehmen.ach & ja bitte,bitte liebe wissenschaft,da wir esotanten & onkelz nicht beweisen können (obwohl wirs schon lange tun) dass es ein leben nach den tod gibt,beweist doch ihr dass es keins gibt!: )
schöne grüsse & lächeln sie doch mal wieder!

Felizitas Steinert hat gesagt…

pascal voggenhuber treibt mit den gefühlen von menschen, die z. B. einen geliebten angehörigen verloren haben, schindluder. Viele dieser Menschen sind tieftraurig, verunsichert und suchen antworten. Auf den veranstaltungen von pascal voggenhuber "erscheint" einer der verstorbenen. Pascal Voggenhuber hat eine spezielle fragetechnik  erlernt, nach der er "herausfindet" welcher verstorbene das angeblich ist. Es ist eine art investigative rasterfahndungs-fragetechnik. Er sagt z. b. :"ich sehe eine verstorbene frau, sie ist nicht mehr jung, aber auch noch nicht ganz alt". Damit erhöht er die aufmerksamkeit der veranstaltungsbe-sucher, auf deren verstorbenen angehörigen das zutrifft. Dann fragt er zwischendurch immer wieder:"für wen macht das sinn". Damit weiß er, für welchen der anwesenden der "verstorbene" in frage kommt, von wem dieser "verstorbene" angehöriger sein könnte. Er "tastet" sich fragend an denjenigen heran, zu dem er nachher sagt, es sei sein angehöriger, der ihm "erschienen" sei. Je mehr "fakten" Pascal Voggenhuber über den verstorbenen, den er angeblich sieht, nennt,  umso höher steigt die aufmerksamkeit der/desjenigen , auf den alle diese "fakten" von seinem verstorbenen angehörigen zutreffen. Diese gesteigerte aufmerksamkeit sieht man den menschen am gesichtsausdruck  an,das kann auch Pascal Voggenhuber,  sowas nennt man "cold reading", das ist ein uralter trick, das kann man lernen. Pascal Voggenhuber ist schauspieler, er hat diese fragetechnik erlernt, aber er ist ein schlechter schauspieler, er wurde durchschaut. Ich hoffe, dass alle ihn bald durchschaut haben werden und er mit der trauer vieler menschen nicht weiter geld abzockt. Felizitas.Steinert@web.de

James hat gesagt…

Jede soll das glauben was er will, m.e. ist dieser Text wurde mit einseitiger, beschränkter und ängstlicher Haltung geschrieben. Es gibt Dinge die kann unsere beschränkte Ratio nicht erfassen. Lächelt mal, geniesst das wir überhaupt die Zeit haben uns über solche Dinge Gedanken zu machen!! Es ist ein Privileg! Wir haben es so gut, das wir schon nicht mehr wissen, dass es uns gut geht. 

James hat gesagt…

Des weiteren gibt dieser Text Herr Voggenhuber noch mehr Macht, als er ohnehin schon hat.....

Petra Krähenmann hat gesagt…

Dann lügt also die Kirche schon seit Jahrhunderten ! Denn sie behauptet ja auch, dass Jesus am 3. Tage von den Toten auferstanden ist und mit den Jüngern geredet
hat ? Oder verstehe ich da etwas falsch ? Es gibt einfach Dinge zwischen Himmel u. Erde die kann man nicht verstehen. Aber trotzdem geschehen Dinge, wie Wunder Zufälle, Heilungen etc.
die man auch nicht immer mit dem Ratio erklären kann.

Angi hat gesagt…

Ich war auf einem der Abende bei Kim A. Jannes und war schwer enttäuscht.
Sie erschien mir wenig glaubhaft und mir kam schnell der Gedanke eines ''Cold Readings'' in den Sinn.
Pascal Voggenhuber hingegen genießt bisher mein vollstes Vertrauen. Liebe GRüße von Angi

Brigitte hat gesagt…

Sie können einem nur leid tun, wie sie da rein aus ihrem Kopf heraus urteilen, ohne auch nur einen Hauch ihrer Herzensstimme zu vernehmen. Menschen wie Jannes sind ein Geschenk für die Menschheit, aber halt auch nur für diejenigen, die sich dafür öffnen können. Vielleicht sollten sie besser ein wenig in ihr Herz oder Bauchzentrum atmen, statt soviel Energie im Kopf brodeln lassen. Urteilen sie nicht und sie werden intuitiv!

Rattelschneck hat gesagt…

Vielen Dank an Sie das es diesen Blog gibt ! Ich wäre sonst nie auf einen Menschen wie Pascal Voggenhuber gestoßen. Er hat mir so sehr geholfen !!!! Danjke Danke Danke ! :-)

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