21. Dezember 2010

20minuten: Ein Gesicht, ein Alien? Sie entscheiden!

Am 14. Dezember hat 20minuten in der Online-Ausgabe einen Artikel über die erste Mondlandung von 1969 veröffentlicht. Eines der Fotos der Mondlandung, so der Artikel-Lead, lasse «Spekulationen aufkommen, ob jemand anderes Armstrong und Aldrin zuvorgekommen sein könnte».
Und auch dieser 20minuten-Artikel lässt Spekulationen aufkommen, und zwar ein Mal mehr darüber, ob 20minuten kritischen Journalismus für gänzlich unnötig hält.

Auslöser der «Spekulationen» ist eine Fotografie, auf welcher ein bestimmter Gegenstand zu sehen ist (Quelle ist die Bildstrecke im 20minuten-Artikel):
Das obige Foto ist in höherer Auflösung auf einer offiziellen NASA-Seite herunterladbar:
Als erstes fällt auf, dass, abgesehen von der Zuschneidung des Bildes, in der 20minuten-Version kräftig am Kontrast geschraubt wurde. Der Ausschnitt mit dem mysteriösen Objekt wird von 20minuten vergrössert dargestellt:
Unten mein Versuch, aus dem Originalbild in etwa denselben Ausschnitt mit etwas natürlicher wirkenden Kontrasten u.ä. zu manipulieren - ein bisschen an den «curves» herumgeschraubt, kurz eine «unsharp»-Maske darüberlaufen lassen, et voilà:
Das mysteriöse Objekt ist noch viel besser sichtbar!

Eine mögliche Erklärung, so wird im 20minuten-Artikel erwähnt, könnte sein,
dass es sich bei dem «Fleck» um einen Entwicklungsfehler handelt. Es könnte ein Staubkorn oder getrocknete Entwicklerflüssigkeit sein. Das besagte Foto ist denn auch das einzige, welches das Objekt zeigt; auf allen anderen Aufnahmen des gleichen Ausschnittes ist es nicht vorhanden. (siehe Bildstrecke oben).
Das angesprochene Bild ist folgendes:
Der Ausschnitt ist offensichtlich nicht der gleiche, aber das Objekt müsste, wäre es damals tatsächlich auf dem Mond vorhanden gewesen, auch auf unterem Bild zu sehen sein. Also ist die Geschichte an diesem Punkt beendet, eine logische Erklärung gegeben? Nicht ganz.

Sich auf diesen Pseudowisschafts-Blog berufend, wird erklärt, was an der Anomalie in den interessierenden Bild stört:
Schaut man ganz genau hin, sieht man eine Art Schatten links vor dem Objekt. Was aber gar keinen Sinn macht, weil die Schatten aller Felsen und auch der Kapsel selber vom Fotografen weg zeigen.
In der Tat scheint das runde Objekt einen Schatten zu werfen, welcher zudem in die falsche Richtung zeigt: Alle restlichen Schatten der Steine im Bild zeigen nach rechts, jener des Objektes nach links. Des Rätsels Lösung ist aber denkbar einfach: Der Schatten des Objektes ist nicht der Schatten des Objektes, sondern des flachen Steines, bzw. der Erhebung, direkt links vom Objekt; derart betrachtet, ist dieser Schatten an der «richtigen» Stelle.

Bei näherer Betrachtung ist dieser Schatten in dem manipulierten 20minuten-Bild trotzdem auffällig:
Der obere Teil des Bildes entstammt dem Original, der untere der manipulierten, im 20minuten-Artikel verwendeten Version. Es fällt auf, dass in der manipulierten Version die zweite, untere Pixelreihe des Schattens verhältnismäsig dunkler ist als im Original - es kann sein, dass hier, zur bewussten Täuschung, nachgezeichnet wurde. Eine flächendeckende Veränderung von Kontrast-, Helligkeits- und anderen Bildwerten beeinflusst in der Regel alle Pixel gleichmässig.
Ich als Bildbearbeitungs-Laie bin hier aber womöglich mehr von meinem Confirmation-Bias denn von wirklichen Indizen geleitet.

Der Abschluss des Artikels ist das eigentlich Problematische:
Handelt es sich beim Fleck um nichts anderes als einen Fleck? Oder ist es ein Ballon? Doch wie kommt dieser dorthin? Und was halten Sie von den Leuten, die behaupten, gar ein Gesicht im Objekt zu erkennen? Könnte es ein Alien sein? Teilen Sie uns Ihre werte Meinung im Talkback mit.
Obwohl der Artikel selber eine plausible Erklärung bietet (Artefakt bei der Bildentwicklung bzw. dessen Digitalisierung), wird zur irrationalen Spekulation aufgerufen: Anything goes.

2 Kommentare:

michaelhb hat gesagt…

die stadtbekannte drogen- und medikamentenabhängige Jasmin Al-Kanderi aus hb-woltmershausen,schweewarderstrasse ist wieder als billige prostituierte unterwegs.für kokain macht diese alte dreckschlampe immer ihre beine auseinander,lässt sich richtig durchnudeln und dann ins gesicht spritzen(schlucken incl.)

Marko Kovic hat gesagt…

Öhm... ok? Falls keine Aliens o.ä. involviert sind, ist das an dieser Stelle weniger von Belang.

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