17. Januar 2011

NZZ: Artikel-Serie zum 150. Geburtstag Rudolf Steiners

In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag Rudolf Steiners, des Begründers der «Anthroposophie», zum 150. Mal. Anthroposophinnen und Anthroposophen jubeln, und die NZZ widmet sich Rudolf Steiner in einer Reihe von Artikeln.
Bisher (Stand: 17. Januar) sind folgende Artikel erschienen:
Die Artikel sind eher historischer denn kritischer Natur und beschreiben die Entstehung und Grundsätze der Anthroposophie. Eine kritische Prüfung der Argumente dieser Lehre ist aber auch nur bedingt nötig: Schon die neutrale Beschreibung der wirren Ideen der Anthroposophie genügt, um sie als einen um die Person Rudolf Steiner konstruierten Esoterik-Kult, welcher mit Wissenschaft nichts zu tun hat, zu erklären.

Umso haarsträubender, dass auch Anthroposophie zwischen 2012 und 2017 provisorisch in die Grundversicherung aufgenommen werden soll.

5 Kommentare:

Dan hat gesagt…

Ich weiss nicht, ob du das implizierst mit deiner Aussage, dass der konstruierte Esoterik-Kult nichts mit Wissenschaft zu tun hat, aber ist dir aufgefallen, dass die Rudolf Steiner-Reihe im Wissenschaftsteil der NZZ publiziert wird? Das ist durchaus haarsträubend...

Marko Kovic hat gesagt…

Da hast du Recht: Zunächst überraschte mich auch, dass die Steiner-Artikel im Wissenschaftsteil stehen. Aber inhaltlich behaupten die Artikel, so meine Lesart, nicht, dass Anthroposophie Wissenschaft sei, sondern beschreiben lediglich, um was es in diesem Kult geht.
Auch werden offensichtlich heikle Aspekte beschrieben, wie z.B. der Rassismus als integraler Bestandteil der Anthroposophie.

Was meiner Meinung nach eher heikel ist: Der schiere Umfang der Berichterstattung um Rudolf Steiner. Auch als reiner Esoterik-Kult ist Anthroposophie, ist Rudolf Steiner ziemlich unbedeutend; ausserhalb des deutschsprachigen Raumes war und ist diese sektiererisch-esoterische Bewegung wenig relevant, auch nicht im Bereich der "Alternativmedizin".

Marko Kovic hat gesagt…

P.S. Aber ich stimme dir natürlich bei: Wissenschaftsjournalismus muss kritisch reflektieren und nicht einfach "neutral" beschreiben.

steinerimbrett hat gesagt…

Kritische Reflexion ist und war dabei noch nie eine Stärke der Anthroposophie und ihrer willigen Rezipienten und (publizistischen) Darstellungskünstler.
Diverse, für sich sprechende Hintergründe zu den bereits beendeten Steiner-Ausstellungen in Wolfsburg sowie der bald beginnenden, Titel: Kosmos Steiner, im Kunstmuseum Stuttgart belegen dies auf eine entlarvend-dreiste Art. Mehr unter:

www.steinerimbrett.wordpress.com

Anonym hat gesagt…

Am 23. Januar erschien dann der letzte Artikel des Reigens von Kathrin Meier-Rust, die ihre Aufgabe als Wissenschafts-Journalistin offensichtlich mit der Kolportage anthroposophischer Selbstdarstellungen voll erfüllt sieht.

http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/werkstatt_fuer_persoenlichkeit_1.9184987.html

Unten im Kasten „Pro und Contra“ findet sich immerhin der Hinweis / Link, der das ganze Geschreibsel von Frau Meier-Rust ad absurdum führt:

„Das Blog «Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie» setzt sich kritisch mit Steiners Weltan-schauung auseinander: http://rudolf-steiner.blogspot.com/

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