8. August 2011

Steuergelder für Yogis (Pseudowissenschaftler, nicht Bären)

Tagesanzeiger-Online berichtete am 26. Juli, Hugo Stamm am 27. Juli von einer wahrlich interessanten Geschichte: Der Bund will «Alternativmedizin» reglementieren. «Reglementieren» meint in diesem Kontext aber nicht, wie vielleicht erwartbar wäre, dass jene «Alternativmedizin» zugelassen wird, für welche eine Wirksamkeit nachweisbar ist. Nein, es soll einfach der «Alternativmedizin» ein Anstrich des Seriösen verpasst werden, indem die Ausbildungen der jeweiligen «alternativmedizinischen» Lehre staatlich reglementiert und folglich auch staatlich anerkannt werden.

Ein privater Verband, «Organisation der Arbeitswelt Alternativmedizin Schweiz» («OdA AM»), erarbeitet in Kooperation mit dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie die Berufsreglementierung für «Alternativmedizin». Die eigene Funktion beschreibt «OdA AM» wie folgt:
Ein eidgenössisch anerkannter Berufsabschluss für nichtärztliche Alternativmedizin – dies ist das Hauptziel der Organisation der Arbeitswelt Alternativmedizin Schweiz OdA AM. Die Berufsreglementierung bildet eine wichtige Investition ins schweizerische Gesundheitssytem. Europaweit hat ein anerkannter Abschluss Pilotcharakter und bewirkt eine Verankerung der Alternativmedizin in der Gesellschaft!
Immerhin wird kein Blatt vor den Mund genommen: Primäres Ziel ist, «Alternativmedizin» zu propagieren; nicht, diese auf ihre Wirksamkeit zu prüfen. Was bewegt Tagesanzeiger-Online aber zu dieser Charikatur?:
«OdA AM» plant die Berufsreglementierung folgender vier Fachrichtungen (Quelle):
  • Ayurvedamedizin
  • Homöopathie
  • Traditionelle europäische Naturheilkunde
  • Traditionelle Chinesische [sic] Medizin
Warum «OdA AM» «europäische» klein schreibt, «chinesische» dagegen gross, ist unklar.

Der Tagesanzeiger-Artikel stösst sich an der «Ayurvedamedizin» im Allgemeinen, am Ayurveda-Hintergrund eines der «OdA AM»-Mitglieder im Besonderen. Folgende Verbände sind Mitglieder der «OdA AM» (Quelle):
Der Verband «SVMAV» ist ein Verband für «Maharishi Ayurveda». «Maharishi Ayurveda» geht zurück auf den 2008 verstorbenen «Maharishi Mahesh Yogi», Begründer der «Transzendentalen Meditation»®.
Was ist dran an «Maharishi Ayurveda» und an «Transzendentaler Meditation»® (Letzteres ist, soweit ich das einzuschätzen vermag, eine Komponente des Ersteren)?

Maharishi Ayurveda
«Maharishi Ayurveda» ist ein «alternativmedizinisches» Glaubenssystem, welches von Maharishi Mahesh Yogi in den 1970er Jahren entwickelt wurde.
Maharishi Mahesh Yogi (Quelle)
Maharishi Ayurveda ist eng mit «klassischem» Ayurveda verwandt. Doch was genau ist «Ayurveda»? Hier die Erklärung des ersten Google-Ergebnisses auf die Frage «Was ist Ayurveda?» (Quelle):
Man beachte die Unterscheidung nach «Körper», «Geist» und «Seele»: Was der Unterschied zwischen «Geist» und «Seele» sein soll, ist unklar. Ebenfalls auffällig der sanfte «appeal to tradition»-Fehlschluss («[...] ein zeitloses indisches Heilverfahren [...]») und das typische nichtssagende Schlagwort «Harmonie».
Die Hauptaussage betrifft drei «Doshas»: «Vata», «Pitta», «Kapha». Diese sollen «Steuerungs- und Regulationssysteme» des Körpers sein. Hier eine Darstellung von Wikipedia:
Es ist offensichtlich, dass diese Variation der Lehre angeblicher «Elemente» nur Fantasie ist und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht.

Die Unterschiede zwischen Ayurveda und dessen Maharishi-Variante werden auf Wikipedia aufgeführt. Die wichtigsten «Innovationen» des Maharishi Ayurveda sind, nach meiner Einschätzung, folgende zwei:
  • Quantenmystik: Ayurveda wird als funktionierend behauptet, weil Quantenmechanik irgendwie die nicht nachweisbaren Ayurveda-Effekte doch bewirken soll.
  • Copyright: Maharishi Ayurveda ist ein Millionengeschäft (siehe z.B. hier)
Ayurveda ist ein pseudowissenschaftliches Glaubenssystem, welches in falschen Annahmen gründet. Diese Einschätzung trifft auch auf Maharishi Ayurveda zu. Im Folgenden möchte ich dennoch kurz auf «Transzendentale Meditation»® eingehen, ein Teilgebiet des Maharishi Ayurveda, weil der Tagesanzeiger-Artikel und jener Hugo Stamms explizit auf diese eingehen.

Transzendentale Meditation®
Franz Rutz, ein Mitglied der «Organisation der Arbeitswelt Alternativmedizin Schweiz» wird im Tagesanzeiger-Artikel zitiert:
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass sich die Kriminalität in Städten reduziert, wenn dort 1 Prozent der Bevölkerung die Technik der Transzendentalen Meditation ausübt.
Bevor ich einen Blick auf diese wissenschaftlichen Untersuchungen werfe, gehört eine brennendere Frage geklärt: Können Anhängerinnen und Anhänger der «Transzendentalen Meditation»® tatsächlich fliegen? Eine mögliche Antwort könnte eine filmisch festgehaltene Kostprobe dieser Kunst liefern:
Es wird auf federnden Matten gehüpft. Doch muss fairerweise festgehalten werden, dass die Personen in obigem Video auch erklären, dass nicht tatsächlich geflogen wird; der Zauber finde im Kopf statt. Franz Rutz hat, diesem Zitat nach urteilend, wohl etwas missverstanden:
Das Fliegen ist nicht nur geistig zu verstehen, man hebt wirklich ab
Doch zurück zu den Studien, welche die Wirksamkeit «Transzendentaler Meditation»® belegen sollen. Der Tagesanzeiger-Artikel verweist auf die Seite www.unbesiegbareschweiz.ch, auf welcher besagte Studien genannt werden.

Diese Seite, sich irgendwie unfreiwillig komisch «Finanzzentrum der Schweiz» nennend, behauptet Folgendes:
Prominent der Quantenmystik-Fehlschluss: Eine grosse Behauptung wird gemacht (das Lösen «Politischer und Wirtschaftlicher» Probleme). Die Wirkung der «Transzendentalen Meditation»® wird als «Maharishi-Effekt» beschrieben.

Der «Maharishi-Effekt» meint im Wesentlichen, dass ein «kollektives Bewusstsein» durch «Transzendentale Meditation»®  so beeinflusst wird, dass für soziale Gruppen über die Minderheit der Meditierenden hinaus positive Effekte entstehen. Dieser Satz ist zu beachten:
Der Maharishi-Effekt bestätigt das Prinzip, dass das Bewusstsein des Einzelnen einen Einfluss auf das kollektive Bewusstsein hat.
An dieser Behauptung ist, genau genommen, nichts Ayurvedisches: Wird «kollektives Bewusstsein» im soziologischen Sinne verstanden, kann damit etwa «geteilte Lebenswelt», «Öffentlichkeit» o.ä. beschrieben sein. Dass die das Kollektiv formenden Individuen dieses Kollektiv beeinflussen, ist selbsterklärend.

Anhängerinnen und Anhänger der «Transzendentalen Meditation»® beschreiben aber keinen soziologisch-empirischen Zusammenhang zwischen «Transzendentaler Meditation»® und sozialen Effekten (z.B., dass idealistische «Transzendentale Meditation»®-Verfechter durch ihre Überzeugungen andere Menschen für Nächstenliebe u.ä. begeistern), sondern behaupten explizit einen Quanteneffekt namens «Feldeffekt des kollektiven Bewusstseins».

Als Beweis für die Wirksamkeit der «Transzendentalen Meditation»® und damit die Wahrheit des «Feldeffektes des kollektiven Bewusstseins» wird eine Reihe von Studien aufgeführt, von denen ich unten eine Auswahl kommentiere.

Studien zu «Transzendentaler Meditation»®
Auf der Webseite werden 47 Studien zitiert, wobei dies nur die bescheidene Spitze des Eisbergs zu sein scheint. Es wird ausserdem nämlich auf sechs Sammelbände verwiesen, welche mehr als 5000 Seiten umfassen:
Ohne die Studien selber zu begutachten, ist schon eine Erkenntnis gewonnen: Das Glaubenssystem der «Transzendentalen Meditation»® scheint sich reger Beliebtheit zu erfreuen, da «Forschung» dazu auf der ganzen Welt betrieben wird. Dies ist insofern interessant, als «Transzendentale Meditation»® eine relativ junge Esoterik-Richtung ist (entstanden in den 1970ern); nicht zuletzt gekonntes Marketing dürfte für deren Verbreitung gesorgt haben.

Doch zurück zu den Studien. Aus zeitgründen traf ich eine Auswahl der aufgelisteten Studien. In einem ersten Schritt musste ich die 20 Studien ignorieren, welche nur in den oben dargestellten Sammelbänden publiziert wurden; auf diese habe ich keinen Zugriff.
In einem zweiten Schritt ignoriere ich die 6 Studien, welche nur als Zusammenfassungen von Dissertationen vorhanden sind (einerseits, weil diese Dissertationen nicht verfügbar sind; andererseits, weil diese an der «Maharishi University of Management» verfasst wurden, einer nicht-wissenschaftlichen Universität).

Weiter wollte ich schlicht die ersten fünf Studien anschauen, welche elektronisch verfügbar sind. Diese sind:
Richtig gesehen: Von allen aufgelisteten Studien waren nur deren drei für mich elektronisch zugänglich (über die Ressourcen der Universität Zürich). Ich möchte kurz auf die ersten zwei Studien eingehen; mit der dritten befasse ich mich nicht (einerseits, weil sie nur eine Antwort auf eine methodologische Kritik der zweiten Studie ist; andererseits ganz banal aus Zeitgründen).

«Developing Higher States of Consciousness in the Individual and the Society»
Diese Studie soll Theorie und Empirie hinter der Forschungsarbeit von Charles N. Alexander, einem prominenten «Transzendentale Meditation»®-Forscher, vorstellen. Auf Seite 201 wird Alexanders theoretischer Ansatz dargestellt:
Typisch für unwissenschaftliche «Forschung» zu Esoterischem: Unprobelmatische wissenschaftliche Theorien und Begriffe werden usurpiert, damit die eigenen Behauptungen glaubwürdig erscheinen. Die empirischen Ergebnisse, welche diese hanebüchene Theorie stützen sollen, sind nicht minder aussagelos.

Auf Seite 206 wird etwa besprochen, was es mit «cosmic consciousness» auf sich hat:
Etwas wird empirisch beobachtet (Hirnwellen während dem Schlaf) und als Beweis für «Transzendentale Meditation»® gedeutet. Hier wird das grundlegende Problem der Validität von Forschung offensichtlich: Wird wirklich das gemessen, was gemessen werden soll?

Dieses Paper schlägt eine aussergewöhnliche, diffus-schwammige Theorie vor und behauptet bestimmte empirische Messungen als Indikatoren für die Gültigkeit dieser Theorie. Die Güte dieser Indikatoren ist nicht gegeben.

«International peace project in the Middle East: The effects of the Maharishi Technology of the Unified Field.»
Für jemanden wie mich, der Politikwissenschaft studiert hat, ist diese Studie spannend: Für die komplexe politische Situation im Nahen Osten scheint eine friedlich-demokratische Lösung nach wie vor in weiter Ferne.
Umso erfreulicher, dass «Transzendentale Meditation»®, so die Aussage dieser Studie, Abhilfe schaffen kann (S. 776):
Drei Dinge wurden gemäss obiger Zusammenfassung gemessen, und zwar für die Monate August und September 1983:
  • Lebensqualität in Jerusalem (Indikatoren: Automobilunfälle, Feuer, Kriminalität)
  • Lebensqualität in Israel (Indikatoren: Kriminalität, Aktienmarkt, nationale Laune)
  • Lebanonkrieg (Tote, Kriegsintensität)
Die Studie ist als Experiment angedacht: Es soll ausprobiert werden, ob eine Mediationsgruppe etwas bewirkt. Ein wesentliches Problem ist, dass die Studie keine Kontrollgruppe aufweist, geschweige denn bling oder doppelblind durchgeführt wurde.

Die unabhängige Variable dieser Studie sind Gruppen von MTUF-Praktizierenden («Maharishi Technology of the Unified Field») (S. 786):
Die abhängigen Variablen sind folgende (S. 787f.):
Bei der Wahl der Indikatoren fällt die relative Willkür auf: In der Studie wird nicht erklärt, warum die oben aufgelisteten Indikatoren verwendet werden. Einige Indikatoren sind angesichts der behaupteten Wirkung der «Transzendentale Meditation»® kaum verständlich.
Feuer z.B. können oft ohne menschliches Zutun zustande kommen, ebenso wie Autounfälle. Aber Autounfälle könnten im Weiteren auch als Indikator für höhere Lebensqualität gedeutet werden: Abends mit Freunden sitzen und ein paar Gläser über den Durst trinken kann durchaus bedeuten, dass die Betroffenen das Leben geniessen.
«National mood» ist sinnlos; u.a., weil nicht gemessen wird, was genau auf den Titelseiten steht. Wenn etwa zerfetzte Kinder gezeigt werden und die Probanden die Geschichte als «up-lifting» beschreiben, ist das offenbar auch im Sinne der «Transzendentalen Meditation»®.
Allgemein verlassen sich «National mood», «War deaths» und «War intensity scale» auf Berichterstattung in ausgewählten Zeitungen. Soll «Transzendentale Meditation»® die Realität beeinflussen oder nur die Berichterstattung darüber?

Die Ergebnisse des Experimentes werden in mehreren Tabellen und Grafiken dargestellt.

Abbildungen 2 (S. 794) und 3 (S. 795) zeigen, dass eine Korrelation zwischen Gruppengrösse der Meditierenden und Kriegsintensität in Lebanon (Abb. 2) bzw. Lebensqualität (Abb. 3) besteht. Die jeweiligen Richtungen und Stärken des Korrelationskoeffizienten r stützt die Hypothese der Studie scheinbar: Je mehr Menschen meditieren, desto weniger intensiv der Konflikt und desto höher die Lebensqualität. Was aber in Anbetracht der der Achse «MTUF Group Size» auffällt: Die Achse fängt nicht bei 0 an; ein typischer Trick, um die Ergebnisse verfälscht darzustellen.
Eine andere offensichtliche Frage drängt sich auch auf: Wie verhalten sich die Kriegsintensitäts- und die Lebensqualität-Achse vor und nach dem Experiment?
Doch auch wenn diese Korrelationen nicht hinterfragt werden, stellt sich die Frage, ob Kausalität gegeben ist und, wenn ja, in welche Richtung diese verläuft. Die Theorie der «Transzendentalen Meditation»® liefert keine plausiblen Mechanismen, wie bestimmte Meditations-Praktiken über Quanteneffekte andere Menschen beeinflussen könnten. Die Korrelationen aus Abbildungen 2 und 3 könnten eine einfachere kausale Erklärung haben: Die Meditations-Teilnehmenden reagieren auf Tagesaktualitäten (wird es «schlimmer», überwinden sich mehr Leute und gehen meditieren). 

Tabelle 1 auf S. 796 zeigt die Korrelationen der einzelnen Variablen mit Meditations-Gruppen:
Die Spalte «lag» fällt hier auf: Die Autoren messen für die Variablen willkürlich eine Korrelation nach einer bestimmten Anzahl Tage. Ein weiterer Punkt: Unter der Tabelle wird angegeben, dass die Signifikanzen für «one tailed»-Tests gemessen wurden. Wie ich in der Kritik zu Daryl Bems Psi Studie argumentiere, sind «one tailed»-Tests dreckige Statistik-Tricks, welche nichts als wissenschaftlicher Betrug sind. Spätestens hier wird deutlich, dass diese Studie Nonsense ist.

Auf Seiten 799 und 800 wird mittels kompliziertem statistischen Verfahren zu demonstrieren versucht, dass zwischen drei Indizes (für die Jerusalem-Variablen, die Isreael-Variablen und die Lebanon-Variablen) und Grösse der Meditations-Gruppe positive Korrelationen bestehen. «High Holy Days» ist eine Kontrollvariable und meint israelische Feiertage
 
Tabelle 3 auf S. 801 zeigt Korrelationen zwischen den drei Indizes und dem Meditieren. Auch hier wieder der dreckige «one tailed»-Test, sowie die willkürlichen Werte für «lag».
Abbildungen 4a bis 4d auf S. 803 zeigen die Daten aus den oben dargestellten Tabellen 2a bis 2e in grafischer Form:
Insgesamt passen die komplexen statistischen Verfahren in dieser Studie in ein Muster, welches mir bei «wissenschaftlichen» Studien zu irrational-esoterischen Behauptungen auffällt: Es werden so komplizierte statistische Berechnungen wie möglich angewandt. Dies dürfte mehrere Gründe haben; u.a. wird mittels umständlicher Berechnungen verschleiert, dass die Grundannahmen absurd und entsprechend unhaltbar sind.
Ein weiterer wesentlicher Grund ist zweifellos auch, dass mit steigender Komplexität der angewandten Methoden die Möglichkeiten zur Manipulation der Daten steigen: Korrelationen werden überall gesucht, neue Variablen nach Belieben konstruiert, herbeigestemmte «signifikante» Ergebnisse als «Beweise» für die zu untersuchende Hypothese gedeutet.

Abgesehen von meiner Kritik zu dieser Studie sollte eine weitere Daumenregel zu denken geben: Wo eine Handvoll willkürlich gewählter Variablen untersucht wird, ohne Erklärung, warum diese aus Sicht der Theorie relevant sein sollen, und ohne Erklärung, warum nicht stets dieselben Variablen gemessen werden, stimmt etwas nicht. In der Regel bedeutet das, dass die Autoren noch zahlreiche weitere Variablen gemessen haben, all die Ergebnisse zu diesen aber unterschlagen, da sie keine «signifikanten» Zusammenhänge liefern.

Fazit
«Transzendentale Meditation»® ist eine pseudowissenschaftliche Lehre mit sektenartigen Zügen, deren Verfechterinnen und Verfechter vorgaukeln, man könne Frieden und Wohlfahrt allein durch «Meditation» und Gehopse erreichen. In Tat und Wahrheit ist «Transzendentale Meditation»® ein professionell organisiertes, millionenschweres Betrugsgeschäft - «Transzendentale Meditation»® war von Beginn an ein kommerzielles Produkt. Der esoterische Mythos drumherum ist wenig mehr als bemerkenswert gut ausgeführte PR.

Und wie ist nun darauf zu reagieren, dass Steuergelder in Kreise der «Transzendentalen Meditation»® fliessen? Die Situation wirkt in ihrer Surrealität fast albern; man möchte zu Hochprozentigem greifen. Es bleibt die Hoffnung, dass haarsträubende Geschichten wie diese zu kritischem Hinterfragen esoterisch-übernatürlich-übersinnlicher Lehren führen, auch bei bisher nicht kritisch denkenden Menschen.

Manchmal sind leider spektakuläre Ereignisse nötig, um (Um-)Denken zu bewirken: Erst wenn das Fass überläuft, widmet sich eine breitere Öffentlichkeit einem bestimmten Thema.

2 Kommentare:

gwendolan hat gesagt…

Danke.

Marko Kovic hat gesagt…

Gern geschehen ;).

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