21. September 2011

Homöopathie an der Uni Basel

Dass «Alternativmedizin» zunehmend auch in universitärem Umfeld anzutreffen ist, ist nichts Neues - sowohl an an sich seriösen Universitäten in der Schweiz (etwa in Bern), als auch im Ausland (z.B. den USA) ist «Alternativmedizin» Teil des Forschungs- und Lehrprogramms.
Die Untersuchung der «Alternativmedizin» ist ja grundsätzlich zu begrüssen, nur wird in problematischen Fällen der gängige Mechanismus der wissenschaftlichen Methode - kritisches Prüfen rationaler, also prüfbarer Ideen - ausgesetzt und stattdessen Glaube gelehrt (der Glaube nämlich, dass die jeweilige «alternativmedizinische» Methode funktioniert, ist unumstösslich; die empirischen Ergebnisse werden, wenn sie nicht passen, passend gemacht).

Auch an der Uni Basel ist derlei zu beobachten: In Ausgabe 03/2011 der Studierendenzeitung «gezetera» berichtet der Medizinstudent Jonas Vollmer von einer Einführungsvorlesung zu Homöopathie:
Es ist höchst bedenklich, dass ein wissenschaftlich ausgebildeter Arzt (in diesem Fall Günter Lang) für seinen pseudowissenschaftlichen Glauben an einer öffentlichen Universität missioniert - und es ist gleichzeitig erfreulich und ermutigend, dass es kritisch denkende Studierende wie Jonas Vollmer gibt, welche das nicht einfach hinnehmen.

3 Kommentare:

chiemgaugemseneier hat gesagt…

schlimm finde ich mal wieder,
das sowas von den Studenten kommen muß!
...das die alten Herren hinter ihren Stehpulten an den Universitäten keine Widerstandskräfte mehr aufbringen!

Anonym hat gesagt…

ich frage mich immer:
"Glauben die wirklich was sie da erzählen? Oder macht man halt doch fast alles für Geld/Macht/etc.?"

Anonym hat gesagt…

Das Ding hier heißt doch "Skeptiker Blog" oder?
So sollte auch der oben abgebildete Artikel von Jonas Vollmer skeptisch hinterfragt werden. Vielleicht hat er ja ein wenig zu viel in seinem Laptop gestöbert und etwas zu wenig zugehört?
Der Artikel bildet die Einführungsvorlesung meiner Meinung nach sehr einseitig ab.
Dass jemand der so arbeitet vielleicht bald viel Verantwortung tragen wird macht mir dann schon Sorgen.

Kommentar veröffentlichen