25. März 2012

Lässt Musik Pflanzen besser wachsen?

Am 19. März berichtete Blick am Abend über den angeblichen Effekt von Musik auf Pflanzen:
Die aussergewöhnlichen Behauptungen des Artikels gepaart mit der Reputation Gratiszeitung Blick am Abend als Boulevard-Wegwerfblatt werfen die Frage auf, ob Musik Pflanzen tatsächlich zu beeinflussen vermag.

19. März 2012

«6th World Skeptics Congress» in Berlin

Vom 18. bis 20. Mai dieses Jahres findet in Berlin die 6. Weltskeptikerkonferenz statt:


Worum geht es?
Warum vertrauen Menschen pseudowissenschaftlichen Behauptungen?  Was macht Alternativmedizin so attraktiv – und wie können wir beurteilen, was hilft und was nicht? Warum verhalten sich viele Leute irrational? Wie können wir unseren Kindern beibringen, wissenschaftlich zu denken? Und wie können sich Wissenschaften wie die Biologie oder die Psychologie vor pseudowissenschaftlichen Einflüssen schützen?
Finden Sie Antworten auf diese und viele weitere Fragen, diskutieren Sie über Wissenschaft und Gesellschaft, treffen Sie Skeptiker aus der ganzen Welt – bei der 6. Weltskeptikerkonferenz. Willkommen in Berlin.
Wie ein Blick ins Programm verrät, lohnt sich der Weg nach Berlin allemal. Was mit dem Denkfest letztes Jahr in Zürich begann, geht mit der Weltskeptikerkonferenz nun weiter: Skeptikerinnen und Skeptiker aus der ganzen Welt finden im deutschsprachigen* Raum zusammen.

Und überhaupt: Die Welt geht dieses Jahr ja unter - das ist also die letzte Gelegenheit für eine Weltskeptikerkonferenz!

*Der wichtige Hinweis: Die Schweiz ist natürlich nicht nur ein deutschsprachiger, sondern auch französisch-, italienisch- und rätoromanischsprachiger Ort.

16. März 2012

Ist Esoterik ein Frauenproblem?

Die Weltwoche hat einen amüsanten Artikel zur Esoterikmesse «Lebenskraft 2012» veröffentlicht:
Der Weltwoche-Artikel trägt den Titel «Frauen-Krankheit Esoterik», und obwohl der Artikel selber nicht wirklich auf das vermeintliche Thema eingeht (Abgesehen vom Satz «Studien zufolge sind Frauen deutlich abergläubischer als Männer», erfahren wir wenig), ist die Frage berechtigt: Sind Frauen anfälliger für Aberglaube und Esoterik? Daran anschliessend: Wenn ja, warum sind Frauen anfälliger für Esoterik?

Im Folgenden möchte ich versuchen, einige Anhaltspunkte und Ideen für eine mögliche Beantwortung dieser zwei Fragen zu finden.

Sind Frauen anfälliger für Esoterik?
Diese Frage mag auf den ersten Blick tendenziös klingen: Warum die Frage mit der Suggestion aufladen, Frauen seien der auffällige Untersuchungsgegenstand, Männer die Norm (Abgesehen vom Offensichtlichen: Der Weltwoche-Artikel ist entsprechend betitelt, und ich nehme den Artikel als Ausgangspunkt)?
Der Grund ist schlicht, dass meine subjektiven Erfahrungen als Skeptiker grundsätzlich auch in diese Richtung zeigen: Frauen scheinen öfter zu pseudowissenschaftlich-esoterischen «Dienstleistungen» zu greifen.

7. März 2012

Kassensturz: Scharfe Kritik an «eso.tv»

Der Kassensturz hat in der Sendung vom 6. März einen Beitrag über «eso.tv» ausgestrahlt, und der Titel des Beitrags lässt keine klaren Worte vermissen: «Lügen und Abzocke rund um die Uhr».
Kritik an grotesken Betrugsgeschäften wie «eso.tv» ist immer willkommen. Ein etwas fahler Nachgeschmack bleibt aber: Kassensturz kritisiert in erster Linie, «eso.tv» täusche die Anrufenden, indem diese in der (kostenpflichtigen) Warteschleife gehalten werden sowie mit gestellten Anrufen, bei denen sich eso.tv-Mitarbeiter als zufriedene Kunden ausgeben.

Der Kassensturz sagt mit dieser Art der Kritik aber stillschweigend, an den «Dienstleistungen» von «WahrsagerInnen», «Hellsichtigen» und Konsorten sei grundsätzlich nichts verkehrt; die angeblichen übersinnlichen Fähigkeiten werden nicht in Frage gestellt.
Lügen und Abzocke sind also anscheinend in Ordnung, so lange man nicht allzu stark lügt und abzockt: Als Beispiel für einen «seriösen» Fernseh-Wahrsager hält im Kassensturz-Beitrag Mike Shiva her.

5. März 2012

Eindrücke von der Esoterikmesse «Lebenskraft 2012» in Zürich

In Zürich fand vom 1. bis 4. März die Esoterikmesse «Lebenskraft 2012» statt - und natürlich habe ich der Veranstaltung einen Besuch abgestattet.
Allzu viele Worte möchte ich nicht verlieren; lieber lasse ich die Bilder für sich sprechen. Zunächst ein kleines Video:

Und nun ein paar Fotos:
 

2. März 2012

«Schüssler Salze» bei Coop: Das lukrative Geschäft mit Heilsversprechen

Coop, das zweitgrösste Detailhandelsunternehmen der Schweiz, mischt gewichtig im Geschäft mit «Alternativmedizin» mit: Gegenwärtig bewerben die «Coop Vitality»-Apotheken intensiv sogenannte «Schüssler Salze» (die «offizielle» Schreibweise ist ohne Bindestrich; im Rest des Textes benutze ich aber einen). Am 1. März fand in Zürich ein Vortrag von Coop zu Schüssler-Salzen statt; Referent war Walter Käch.
Was ist also dran an den unscheinbaren weissen Tabletten? So wenig und doch so viel.