8. April 2012

Lesetip: Hyperion Cantos

Ostern ist ein eigentümlicher Feiertag: Die angebliche Auferstehung des angeblichen Jesus müsste für gläubige Christinnen und Christen eine Zeit der frommen Andacht und des Gebets sein, aber irgendwie werden auch heidnische Fruchtbarkeitssymbole in Form von Hasen und Eiern gedultet und gar zelebriert.

Und während Papst Ratzinger das Osterfest auch nicht mit übertriebener Ehrerbietung behandelt und es stattdessen, wie Andreas Kyriacou berichtet, für beste «Doublethink»-Propaganda missbraucht, empfehle ich skeptisch Denkenden die Lektüre des «Hyperion Cantos».
Im «Lesetip» empfehle ich in der Regel Sachbücher, aber die «Hyperion»-Bücher bilden als (natürlich vollkommen objektiv gemessen) beste Science Fiction-Geschichte aller Zeiten eine Ausnahme.

Ohne allzu viel des Inhaltes preiszugeben, gehört natürlich erwähnt, welchen Bezug «Hyperion» zu Ostern hat. Abgesehen davon, dass sich Hyperion im Vergleich zu den kruden Kommentaren des Papstes und vieler sonstiger religiöser Autoritäten tiefgründiger mit theologischen Fragen auseinandersetzt: Im Vergleich zur Bibel hat Hyperion eine viel spannendere Erklärung für die Auferstehung Toter nach drei Tagen.

Wenn schon Fiktion, dann darf sie auch unterhaltsam sein.

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