29. April 2012

Quacksalberei-Bingo: Bioresonanztherapie

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift «Vista Schweizer Gesundheits-Magazin» wird die Heilungsmethode der «Bioresonanztherapie» vorgestellt:
Wundermittel oder Quacksalberei? Zeit für eine Runde Quacksalberei-Bingo!
Und tatsächlich haben wir einige Treffer:
  • Testimonials (Anekdoten): Der vermeintliche Beweis für die Wirksamkeit der Bioresonanztherapie ist die Geschichte eines an Heuschnupfen leidenden Mannes, der nach der Bioresonanz-Behandlung angeblich völlig geheilt war. Aus dieser einen vagen Anekdote lässt sich natürlich nicht eine Wirksamkeit der Bioresonanz-Behandlung ableiten, bestenfalls eine Korrelation.
  • Miracle Cure-All (Allheilmittel): Durch Bioresonanztherapie kann man gemäss «Vista» Neurodermitis, Nahrungsmittelallergien, Heuschnupfen, Erkrankungen des Lymphsystems, Atemwegserkrankungen (Asthma, Bronchitis), Migräne, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Nierenleiden und Rheuma heilen.
  • Natural («Bio»): Es steht schon im Namen: «Bioresonanztherapie» hat etwas mit Bio zu tun - und bringt unsere ganz natürlichen «Schwingungen» wieder ins Lot. Krankheiten sind nämlich nur Fehler in den Schwingungen; durch korrekte Gegenschwingung ist die Krankheit weg.
  • Toxins (Gifte): Bioresonanztherapie kann auch «entgiften» (der Artikel erklärt die Notwendigkeit des Entgiftens mit dem lehrreichen Verweis auf «verschiedene Theorien»).
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass für Bioresonanztherapie einerseits keine Wirkungsnachweise vorliegen und andererseits einige Eigenschaften esoterischer Quacksalberei zu beobachten sind.

Für die Zeitschrift «Vista» kein Problem: Heilsversprechen verkaufen sich halt gut.

1 Kommentare:

Sibylle Stofer hat gesagt…

Das Feld "Doctor" darf man ebenfalls mit einem Steinchen belegen, da eine "Naturärztin" im Artikel zu Wort kommt.

Kommentar veröffentlichen