25. Mai 2012

Die Jagd auf den Yeti ist eröffnet! (und: Lesetip)

Verkehrte Welt: Die GWUP berichtet über den «Yeti»-Europas - einen mysteriösen angeblichen schwarzen Panther, der gegenwärtig in der Schweiz sein Unwesen treiben soll.
Und derweil suchen Forscher aus der Schweiz den Yeti Asiens, nämlich das eigentliche Fabelwesen aus dem Himalaya, wie 20minuten gestern berichtete:
Das Zoologische Museum in Lausanne ist in Besitz des Nachlasses von Bernard Heuvelmans, eines Biologen, der grosse Teile seines Lebens der Suche unentdeckter Tierarten widmete. Zu diesem Zweck lässt das Museum organisches Material, welches von der Kreatur des Yeti stammen könnte, in England genetisch untersuchen.

Was ist davon zu halten, dass letztlich Steuergelder in die Suche nach dem Yeti fliessen? In diesem Fall scheint das Vorgehen durchaus gerechtfertigt. Es handelt sich hierbei nämlich um korrektes, wissenschaftlich-kritisches Vorgehen: Eine grundsätzlich plausible Hypothese (Existenz einer unbekannten Menschenaffenart) soll anhand empirischer Beweise geprüft werden, und die Beteiligten sind ergebnisoffen.

Auf der Webseite des Zoologischen Museums in Lausanne wird im Abschnitt zur Kryptozoologie zudem explizit  festgehalten:
En aucun cas, nous ne cautionnons ou donnons un blanc-seing à l'entier de la communauté très disparate des cryptozoologues.
Das Museum will also nicht pauschal alle Auswüchse der «Kryptozoologie», der ewigen Halbwissenschaft, gutheissen - sehr löblich, liessen sich doch sicher viele Besucherinnen und Besucher mit fantastischen Monstergeschichten ins Museum locken.

In diesem Zusammenhang noch ein Lesetip:
«Riesenkraken und Tigerwölfe» ist ein spannendes Buch, in welchem leidenschaftlich, aber nie unkritisch über die zwischen Wissenschaft und Aberglaube schwingende Welt der Kryptozoologie erzählt wird.

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