30. September 2012

SkeptisCH - Folge 5: Über Klimawandel und Klimawandel-Skeptiker

Klimawandel ist ein Thema, welches die Gemüter erhitzt, und zwar in mancherlei Hinsicht. Die einen sehen in menschenverursachtem Klimawandel ein Sinnbild menschlicher Hybris, die anderen eine Aufgabe, welcher der menschliche Innovations- und Erfindergeist allemal gewachsen ist.
An dieser Stelle soll nicht die grosse politische und bisweilen poetische Debatte rund um Klimawandel befeuert werden, sondern die wissenschaftliche: Die die Theorie des menschenverursachten Klimawandels stützende wissenschaftliche Forschung ist in zunehmendem Masse einer Fundamentalkritik ausgesetzt. In Folge 5 unseres Podcasts widmen wir uns den (vermeintlich) skeptischen Argumenten zu Klimawandel.
Tobi hat mit Oliver die Veranstaltung «Swiss ECS» besucht, den «Swiss Energy and Climate Summit». An dieser Konferenz fand ein Streitgespräch zwischen dem Klimaforscher Thomas Stocker und Fritz Vahrenholt unter dem Titel «Ist die Sonne Schuld an der Klimaerwärmung?» statt. Letzterer kritisiert den Konsens der Klimaforschung, dass nämlich als Folge menschlichen Handelns ausgestossene Treibhausgase zum Klimawandel beitragen, und behauptet stattdessen u.a., dass Klimaerwärmung durch von Menschen unabhängige Effekte wie Zyklen der Sonnenaktivität gesteuert wird. Diese Hypothese hat Vahrenholt in seinem Buch «Die kalte Sonne» verarbeitet.
Weiterführende Links:
  • Die gängigsten Kritikpunkte an der Klimawandelforschung sind auf der Webseite http://wattsupwiththat.com/ zu finden (Die Bewegung der Klimaforschungs-Kritik hat denn auch ihren Ursprung im angelsächsischen Raum).
Wie immer wünschen wir gute Unterhaltung!

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24. September 2012

Die wirre Welt der Finanzastrologie


The only function of economic forecasting is to make astrology look respectable.
Dieser bekannte, vom Ökonomen John Kenneth Galbraith geäusserte Spruch beinhaltet die Essenz auch der aktuellen Kritik an einigen gängigen wirtschaftswissenschaftlichen Ansätzen, bei denen Wirtschaftswissenschaft nicht mehr als Sozialwissenschaft, sondern im Wesentlichen als Naturwissenschaft behandelt wird.
Das mündet aber bald in Problemen, weil Ökonomie als eine der «Soft Sciences», also als eine der weichen Wissenschaften, ob der Komplexität des Untersuchungsgegenstandes (kontingentes, d.h. nicht grundsätzlich berechenbares menschliches Handeln auf Mikro-, Meso- und Makroebene) eben nur retrospektiv analysieren und nicht prospektiv voraussagen kann, wie dies etwa Physik oder Chemie mit ihren Untersuchungsgegenständen tun (vgl. zu einer ausführlicheren Unterscheidung zwischen «weichen» und «harten» Wissenschaften «Nonsense on Stilts» von Massimo Pigliucci).

Die kritische Diskussion rund um Möglichkeiten und Grenzen der Wirtschaftswissenschaften ist wichtig und willkommen. In diesem Zusammenhang wirkt der Artikel, welchen der Tagesanzeiger am 28. August veröffentlichte, wie ein satirischer Kommentar auf die Hybris bestimmter ökonomischer Denkschulen:
Leider ist der Artikel nicht Satire und der Inhalt nicht erfunden.
Die Pensionskasse des Kantons Zürich, BVK, hat 273 Millionen Franken verloren, welche sie bei der Investmentfirma «BT&T» angelegt hatte. In einem (noch nicht veröffentlichten) Bericht einer parlamentarischen Untersuchungskommission (bestehend aus Politikern unterschiedlicher Parteien) wird dokumentiert, dass die Firma «BT&T» einen Astrologen als Berater für Investitionstätigkeiten zur Hilfe zog. Darüber hinaus nahm der Astrologe offenbar Aufgaben im Personalwesen von «BT&T» wahr.
Der gemäss Tagesanzeiger-Artikel für die Anstellung des Astrologen Verantwortliche, Walter Meier, ist nach wie vor als Verwaltungsratspräsident bei «BT&T» tätig.

Der im Tagesanzeiger geschilderte Vorfall ist für sich genommen spannend. Er wirft aber auch einige weiterführende Fragen auf: Gehört die «Beratungstätigkeit» in der Finanzwirtschaft zum regulären Betätigungsfeld von Astrologinnen und Astrologen? Und vor allem: Warum lassen sich vermeintlich hoch gebildete Menschen wie z.B. Dr. Walter Meier von der «BT&T» von solchen Dienstleistungen überzeugen - kann es sein, dass Finanzastrologie tatsächlich «funktioniert»?

2. September 2012

SkeptisCH - Der kritische Schweizer Podcast: Folge 3

Folge 3 unseres Podcasts «SkeptisCH» ist online:

In dieser Folge versuchen wir etwas Neues: Wir unterhalten uns nicht mehr nur auf Schweizerdeutsch, sondern auch auf Hochdeutsch
Der Podcast kann (wie immer kostenlos) abonniert werden über RSS oder iTunes. Der Downloadlink für die Folge ist hier.

00:01:51 - 01:19:45 Neubesetzung der Naturheilkunde-Professur in Zürich (Hochdeutsch)
Der Lehrstuhl für Naturheilkunde an der Universität Zürich wird neu besetzt, und wir waren bei den Vorträgen der Kandidatinnen und Kandidaten dabei.

01:20:14 - 01:55:09 TCM-Selbstversuch (Schweizerdeutsch)
Tobi hat sich einer TCM-Behandlung ("traditionelle chinesische Medizin") unterzogen und berichtet von seinen Erlebnissen.

Wir wünschen wie immer gute Unterhaltung und freuen uns auf Feedback!